
Samstag, 26.10.2024 | 16:30 Uhr | Hauptbahnhof 14776 Brandenburg an der Havel
Anreise: RB51, RE1 Brandenburg Hbf
📣 Aufruf: https://www.instagram.com/p/DBEY-b8Nsqd/ – @rotes.kollektiv.brb
#b2610 #KeinVergessen!
Kommt zum Werner Seelenbinder-Gedenken!
Seelenbinder war Berliner Arbeiterkind, der im Arbeitersport zu einem der besten Ringer Deutschlands wurde. Aus seiner Lebenserfahrung und dem Lesen marxistischer Texte heraus wurde er standhafter Kommunist und trat 1928 der Kampfpartei der deutschen Arbeiterklasse, der KPD, bei.
Als die Faschist*Innen 1933 die Macht übernahmen, wurde er zu einem Widerstandskämpfer und kombinierte seine Haltung mit dem Sport auf raffinierte und mutige Art und Weise. Bei jeder Möglichkeit protestierte er öffentlich gegen den NS-Unrechtstaat: Internationale Wettkämpfe nutzte er zum Beispiel um Flugblätter nach Deutschland zu schmuggeln.
Im ersten Jahr der nationalsozialistischen Herrschaft gewann er die deutsche Meisterschaft im Ringen und verweigerte heldenhaft den Hitlergruß bei der Siegerehrung, wofür er von den Faschistenbanden in einen Folterknast verschleppt wurde. Nachdem er danach freikam hörte er jedoch nicht auf: Noch entschlossener, den Kampf gegen den Faschismus zu seinem notwendigen Ende zu führen organisierte er in einer Fabrik Arbeiter, baute eine illegale Widerstandsgruppe auf und wurde Teil einer größeren kommunistischen Widerstandsorganisation.
1942 wurde Seelenbinder durch Verrat verhaftet. Die Nationalsozialist*Innen duldeten keine Form des Widerstands, konnten den von Seelenbinder aber nicht brechen. Deshalb wurde er, nach zwei Jahren Folterhaft am 24. Oktober 1944 von den Faschisten geköpft.
Dieser Tag jährt sich in diesem Jahr zum achtzigsten Mal.
Sein unerschütterlicher Widerstand ist für uns als Kommunist*Innen und Antifaschist*Innen unvergesslich und beispiellos. Er übertrug seinen hartnäckigen sportlichen Kampfgeist auf seine politischen Überzeugungen.
Im Kampf gegen den modernen Faschismus und Kapitalismus ist es genau das, was wir als Jugend brauchen. Wir müssen für uns und unsere Ideale einstehen und uns Rechte erringen, so wie es einst Seelenbinder tat.
Seelenbinder lebt in unserem Kampf weiter und wir müssen gerade in diesen Zeiten diesen Kampf so bissig wie nie zuvor führen.
🕯 Werner Seelenbinder commemoration! 🕯
Saturday, 26.10.2024 | 04:30 pm | Central Station 14776 Brandenburg an der Havel
Arrival: RB51, RE1 Brandenburg Hbf
📣 Call: https://www.instagram.com/p/DBEY-b8Nsqd/ – @rotes.kollektiv.brb
#b2610 #KeinVergessen!
Come to the Werner Seelenbinder memorial!
Seelenbinder was a working-class child from Berlin who became one of the best wrestlers in Germany in workers‘ sports. Based on his life experience and reading Marxist texts, he became a staunch communist and joined the KPD, the fighting party of the German working class, in 1928.
When the fascists took power in 1933, he became a resistance fighter and combined his stance with sport in a sophisticated and courageous way. He publicly protested against the Nazi state at every opportunity: he used international competitions, for example, to smuggle leaflets into Germany.
In the first year of National Socialist rule, he won the German wrestling championship and heroically refused to salute Hitler at the award ceremony, for which he was taken to a torture prison by the fascist gangs. After his release, however, he did not stop: Even more determined to take the fight against fascism to its necessary conclusion, he organised workers in a factory, set up an illegal resistance group and became part of a larger communist resistance organisation.
In 1942, Seelenbinder was arrested for treason. The National Socialists did not tolerate any form of resistance, but were unable to break Seelenbinder’s resistance. Therefore, after two years of torture, he was beheaded by the fascists on 24 October 1944.
This year marks the eightieth anniversary of this day.
His unwavering resistance is unforgettable and unparalleled for us as communists and anti-fascists. He transferred his tenacious sporting fighting spirit to his political convictions.
In the fight against modern fascism and capitalism, this is exactly what we need as young people. We must stand up for ourselves and our ideals and win our rights, just as Seelenbinder once did.
Seelenbinder lives on in our struggle and we have to fight this fight more fiercely than ever before, especially in these times.