Hände weg von Bavul e.V. für Kunst und Kultur!


Termin Details


Donnerstag, 07.09.2023 | 16:00 Uhr | Karl-Marx-Allee 31 10178 Berlin

Anreise: U5 Schillingstraße

#b0709 #BavulBleibt!

Bavul Kunst und Kultur e.V. ist ein bezaubernder Ort in Berlin, der es geschafft hat, seit 2019, trotz der Corona-Pandemie seine künstlerischen, kulturellen, politischen und sozial allumfassenden Veranstaltungen und Tätigkeiten mit leidenschaft zu verwirklichen. Dieser zu einer zentralen Anlaufstelle für KünstlerIn und KunstliebhaberIn aus aller Welt gewordene Ort wird versucht lahm zu legen.

Unseren Verein „Bavul e.V. Für Kunst und Kultur“ können wir in wenigen Sätzen wie folgt beschreiben: „Bavul“ heißt ins Deutsche übersetzt „Koffer“. Den Namen haben wir an die Monatszeitschrift der oppositionellen Tageszeitung in der Türkei „Bir Gün“ angelehnt. Diese Tageszeitig setzt sich für Gleichberechtigung, Freiheit und die Umwelt ein. Sie setzt sich gegen Unterdrückung, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Hass und jegliche Art von Diskriminierung ein. Die Zeitschrift „Bavul“ ist eine Kultur, Kunst und Literatur Zeitschrift, die wie gesagt monatlich erscheint.

Als MigrantInnen in Deutschland hat das Wort „Koffer“ eine besondere Bedeutung für uns. Wir sind alle mit einem Koffer hier angekommen und haben hier eine Heimat gefunden. Dennoch stellt sich wegen der politischen Umstände für uns immer wieder die Frage, ob das tatsächlich unsere Heimat ist, da dies uns immer wieder streitig gemacht wird.

Die Räumlichkeiten des Vereins in der Annenstraße ist für viele Menschen auch aus der Mehrheitsgesellschaft ein Zuhause geworden, wo ein reger Austausch und rege Diskussionen auf allen Ebenen wie Kultur, Kunst und Politik stattfindet.

Hier finden Lesungen, Diskussionsveranstaltungen zu diversen politischen Themen, musikalische Darbietungen, Musikworkshops, Büchertauschbörsen, Bücherverleih, Theater- und Comedyabende, Drag-Shows, Tanzdarbietungen, Puppen- und Zaubershows für Kinder, Musikinstrumentenateliers, ehrenamtliche Sprachkurse, Bau von Kinderspielzeugen, Kunstausstellungen und vieles mehr statt.

Auch die unmittelbare Nachbarschaft nennt „Bavul“ inzwischen als ihr zweites Wohnzimmer. Menschen jeglicher Herkunft alt wie jung kommen zum Plaudern oder auf einen Kaffee und Kuchen vorbei oder sie bringen selbstgemachten Kuchen zum gemeinsamen Verzehr vorbei.

Die zuvor vom Gewerbeamt, zur Umwandlung einer vorläufigen Schankerlaubnis, in eine uneingeschränkte Schankerlaubnis, geforderten Unterlagen wurden bei der zuständigen Behörde frist- und formgerecht eingereicht. Aufgrund behördlichen Scheiterns wurden Unterlagen zwischen den Behörden nicht weitergegeben und über deren Fehlverhalten wurden wir nicht in Kenntnis gesetzt. Obwohl wir im Anschluss erneut alle erforderlichen Bedingungen belegt und die Unterlagen beim Gewerbeamt eingereicht haben wurde uns die Schankerlaubnis, ohne rechtlichen Grund, untersagt.

Die Verwehrung dieser Erlaubnis führte zu einer Verhinderung unserer wichtigen Tätigkeit und viele KünstlerInnen und KunstliebhaberInnen verloren einen Ort, der/die für sie von erheblicher Bedeutung ist. Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der komplett selbstfinanziert ist und mit negativen Auswirkungen zu kämpfen hat.

Anhand der Haltung vom Gewerbeamt werden wir am 07 September 16.00 Uhr vor dem Gewerbeamt protestieren. Wir wünschen uns die schnelle Widereröffnung des Bavul e.V mit uneingeschränkter Schankwirtschaft.

Gewerbeamt Mitte Karl-Marx Allee 31 10178 Berlin