
Mittwoch, 28.02.2024 | 19:00 Uhr | Schreinerstraße 47 10247 Berlin
Anreise: U5 Samariterstraße | U5, S8, S41, S42, S85, Bus 16, M13, Tram 16, M13 Frankfurter Allee | Tram 21, M10 James-Hobrecht-Straße
📣 Aufruf: https://www.instagram.com/p/C2R2QZdM3cp/
#b2802
Wieder einmal findet unser offenes anarchistisches Diskussionstreffen statt und ihr seid herzlich eingeladen dabei zu sein!
Wir würden euch bitten, euch vorher auf Corona zu testen. Erkennen könnt ihr uns an einem Schild auf dem Tisch oder indem ihr am Tresen nachfragt.
Zur optionalen Vorbereitung empfehlen wir zwei Videos von Peter Seyferth:
1.Pro (15 min):
„Gibt es legitime Gründe für die Anwendung von Gewalt?“
2. Con (15 min):
„Welche Gründe sprechen gegen die Anwendung von Gewalt?“
Die Gewaltfrage gehört sicher zu den großen, immerwährenden Fragen, die notwendigerweise in einer revolutionären Debatte aufkommen und über die sich auch Anarchist*innen von Anfang an gestritten haben. Politiker*innen betonen immer wieder, dass Gewalt kein legitimes politisches Mittel sein kann, obwohl die Legitimation und Anwendung von Gewalt die Voraussetzung von Staatlichkeit ist.
Was bedeutet das für Menschen die eine staatenlose Gesellschaft anstreben?
Wie lassen sich, aus einer herrschaftslosen Perspektive, Gesellschaften verändern und wie können sich Menschen aus Unterdrückungsverhältnissen befreien?
Die Einen halten Gewalt und Militanz dabei für moralisch unhaltbar, die Anderen für praktisch notwendig, wieder Andere befinden sich irgendwo dazwischen. Was ist Gewalt und Militanz eigentlich und wie unterscheidet sich anarchistische Gewalt von staatlicher Gewalt? Ist es gerechtfertigt Leid zu verursachen, um größeres Leid zu bekämpfen?
Kann Gewalt und Militanz Menschen befreien oder mündet sie automatisch in neuer Unterdrückung? Sind anarchistische Kräfte überhaupt in der Lage Massengewalt zu organisieren? Sollten Anarchist*innen Pazifist*innen sein oder ist der Pazifismus eine privilegierte Träumerei?
Wir wollen es wagen ein so heikles, aber gerade deswegen so wichtiges Thema zu diskutieren und möchten dabei möglichst unterschiedliche (auch nicht-anarchistische) Perspektiven und Gedanken kennenlernen, um konstruktiv zu streiten.
Wir freuen uns auf viele, unterschiedliche Stimmen und Meinungen und auch auf die, die einfach zuhören möchten!
Discussion meeting: Violence and militancy as a revolutionary tool?
Wednesday, 28.02.2024 | 07:00 pm | Schreinerstraße 47 10247 Berlin
Arrival: U5 Samariterstraße | U5, S8, S41, S42, S85, Bus 16, M13, Tram 16, M13 Frankfurter Allee | Tram 21, M10 James-Hobrecht-Straße
📣 Call: https://www.instagram.com/p/C2R2QZdM3cp/
#b2802
Once again our open anarchist discussion meeting is taking place and you are cordially invited to join us!
We would ask you to test yourself for Corona beforehand. You can recognise us by a sign on the table or by asking at the bar.
For optional preparation we recommend two videos by Peter Seyferth:
1.Pro (15 min):
„Are there legitimate reasons for the use of force?“
2nd Con (15 min):
„What are the reasons against the use of violence?“
The question of violence is certainly one of the big, perennial questions that necessarily arise in a revolutionary debate and which anarchists have also argued about from the beginning. Politicians repeatedly emphasise that violence cannot be a legitimate political tool, even though the legitimisation and use of violence is a prerequisite for statehood.
What does this mean for people who aspire to a stateless society?
How can societies be changed from a stateless perspective and how can people free themselves from oppressive conditions?
Some consider violence and militancy to be morally untenable, others consider them to be practically necessary, while others are somewhere in between. What is violence and militancy and how does anarchist violence differ from state violence? Is it justified to cause suffering in order to combat greater suffering?
Can violence and militancy liberate people or does it automatically lead to new oppression? Are anarchist forces even capable of organising mass violence? Should anarchists be pacifists or is pacifism a privileged reverie?
We want to dare to discuss such a delicate, but precisely for this reason so important topic and would like to get to know as many different (also non-anarchist) perspectives and thoughts as possible in order to argue constructively.
We look forward to many different voices and opinions and also to those who simply want to listen!